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Leitfaden zur Auswahl von Temperaturreglern

Temperaturregler sind entweder Einkanalregler oder Mehrkanalregler. Einkanalregler haben zur Regelung einer Wärmeanlage einen Eingang und einen oder mehrere Ausgänge. Mehrkanalregler haben mehrere Ein- und Ausgänge und können mehrere Prozess-Vorgänge regeln. Durch das Vorhandensein mehrerer Regelkreise ist die Regelung und Koordination mehrerer Systemprozessfunktionen möglich.


Einkanalregler

Selbstopimierungsregler

Einkanalregler nimmt man zur automatischen Einstellung der PID-Parameter für den optimalen Betrieb einer Wärmeanlage. Sie sind in der Lage mehrere Sensorsignale, u.a. von Thermoelementen, Widerstandsthermometern und vom Prozess selbst zu erfassen. Der Regler ermittelt den Temperaturanstieg (entgegengesetzt wirkend) oder den Temperaturabfall (direkt wirkend) und stellt das Ausgangssignal so ein, dass Sollwert-Über- und Unterschreitungen minimiert werden. PID-Ausgangssignale erfordern einen Halbleiterregler, der schnelle Schaltzyklen verträgt. Selbstoptimierende Regler können mehr als nur einen Ausgangskanal für die Alarmgebung, die Weitermeldung und den ständigen Datenaustausch besitzen. Ausgewählte Regler sind in CE-konformen Ausführungen erhältlich.

Einige Sensoren arbeiten mit einer prozentualen Leistungsvorgabe oder fahren die Anlage nach einem Sensorausfall herunter. Regler mit NEMA 4X-Frontpaneelen eignen sich bestens für eine nasse oder korrosive Umgebung.

Anwendungen


Einkanalregler

Braucht man in nicht-kritischen oder einfachen Heizsystemen, um eine AN/AUS-Temperaturregelung für direkt oder entgegengesetzt wirkende Anwendungen zu erreichen. Das Grundmodell empfängt Eingabesignale von Thermoelementen oder Widerstandsthermometern und bietet optional einen prozentualen Leistungsregelmodus für Systeme ohne Temperatursensoren an.

Zu dieser Kategorie zählen auch Steckmodul-Themostate. Diese Einheiten wirken durch die thermale Ausdehnung ihrer Ummantelung und sind im direkt und entgegengesetzt wirkenden Modus erhältlich. Sie können zusammenhängend oder für Schaltfunktionen mit einem Relais verdrahtet werden. Das Steckmodul-Thermostat kann auch als nicht-rastender Grenzwertregler eingesetzt werden.

Anwendungen


Zeit-/Temperaturprofilerstellende Regler

Programmierbare, selbstoptimierende Regler (für Selbstoptimierung siehe oben) sind in der Lage, Rampen- und Haltefunktionen auszuführen (Temperaturen, die sich mit der Zeit verändern und gehalten werden-- Haltezeit/Zyklus-Dauer). Ausgewählte Regler sind in CE-konformen Ausführungen erhältlich.

Anwendungen


Grenzwert- und Alarmregler

Diese Regler werden speziell für die Regelung des Sicherheits-Grenzwertes der Prozess-Temperatur entwickelt. Mit eingestellten Grenzwerten für den Hoch- oder Niedrigtemperaturbetrieb sind in der Lage Thermoelement-, Widerstandsthermometer- oder Prozess-Eingabesignale zu erfassen. Der Grenzwertregler ist einrastend und Teil eines redundanten Regelkreises, der eine Wärmeanlage im Falle einer Grenzwertüberschreitung abschaltet.


Multi-Loop Regler

2-Kanal-Temperaturregler

Diese Einheiten können zwei Eingangssignale aufnehmen und zwei oder mehr Ausgangssignale für die direkte und entgegengesetzte Regelung abgeben. Sie nehmen Thermoelement-, Widerstandsthermometer-, Prozess- und Ereignis-Eingabesignale auf. Die Selbstoptimierung (siehe oben) stellt automatisch die PID-Parameter für einen optimalen Betrieb ein. Zu den Ausgabesignalen zählen Alarme, Ereignisse, Prozess, fortlaufender Datenaustausch und Datenprotokollierung. Ausgewählte Regler sind in CE-konformen Ausführungen erhältlich.

Anwendungen


4-Kanal- bis 32-Kanal-Temperaturregler

Die Regler sind als 4-, 8-, 16- und 32-Kanalversionen erhältlich und können Thermoelement-, Widerstandsthermometer-, Prozess-, lineare und Impuls-Eingabesignale erfassen. Eine ausgewählten 8-Kanalversion erfasst auch Karbonpotential. Die Selbstoptimierung stellt automatisch die PID-Parameter für einen optimalen Betrieb ein. Die Speicherung von Verfahrensrezepten erlaubt eine Vorprogrammierung zur schnelleren Einrichtung für den Chargenbetrieb (batch setup). Zu den Ausgabesignalen zählen digitale Alarme, Ereignisse, Prozesse, fortlaufender Datenaustausch und Datenprotokollierung. Optionale PC-Anschlüsse erlauben eine externe Bedienung und Überwachung.

Anwendungen